Zur Zeit zeigt der Trend bei den Rohstoffpreisen eindeutig nach unten. Egal, ob es sich um Kupfer, Nickel, Blei, Zink, Zinn oder Rohöl handelt. Die Preise von Rohstoffen sind seit diesem Sommer teilweise dramatisch zurückgegangen. Dennoch prognostizieren Experten bezüglich der Rohstoffpreise 2012 wieder deutliche Preisanstiege.
Entwicklung der Rohstoffpreise 2012 bis Sommer 2012
In einer von industriemagazin.net veröffentlichten Prognose äußern sich Credit Suisse, Uni-Credit, die Commerzbank, die Deutsche Bank und die Bank Sarasin dazu, welche Rohstoffpreise sie bis Sommer 2012 erwarten. Während die Institute beim Rohölpreis im Schnitt nur einen Anstieg von etwa 2% erwarten, werden bei anderen Rohstoffen viel größere Preisanstiege erwartet. Die Rohstoffpreise 2012 sollen im Vergleich zu diesem Jahr bei Aluminium um fast 17% steigem, für Kupfer wird ein Preisanstieg von 21% erwartet. Bei Blei und Nickel wird sogar ein Anstieg der Preise um 22 bzw. 24% prognostiziert.
Warum der Trend wieder nach oben zeigt
Zum derzeitigen Preisverfall bei den Rohstoffen haben die Kursverluste des Euro, sowie die Probleme des Schweizer Franken und des ungarischen Forint geführt. Hinzu traten die Schuldenprobleme und die zurückgehende Konjunktur der Industrieländer. Doch diese negativen Entwicklungen können durch die positive Entwicklung auf den Emerging Markets ausgeglichen werden. Länder wie Brasilien, Indien, China, Südafrika oder die Türkei können weiterhin ein hohes Wirtschaftswachstum aufweisen. Zudem müssen die aufstrebenden Schwellenländer eine größere Bevölkerung versorgen, die ein viel höheres Wohlstandsniveau erreicht hat als frühere Generationen in diesen Ländern. Um mit dem Wachstum schrittzuhalten, muss die Infrastruktur ausgebaut werden und dazu benötigen diese Schwellenländer eine große Menge an Rohstoffen, was die Rohstoffpreise auf einem hohen Niveau hält.